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BLUES CARAVAN 2010

 Blues Caravan 2010

Coco Montoya. Shakura S´Aida. Meena. - Blues ohne Grenzen.

Der fünfte Blues Caravan 2009 stand unter dem Motto Fresh Blues und

demonstrierte mit den Beteiligten, die alles zusammengerechnet keine 70 Jahre alt

waren, dass der alten Mama Blues noch lange nicht die Luft ausgeht. Es war die

erfolgreichste Tour, die der Blues Caravan in seinen fünf Jahren bisher gafahren war.

Und nun?

Für die sechste Runde des Caravan hat das Label RUF Records sich etwas Neues

ausgedacht und präsentiert drei Persönlichkeiten, die aus so unterschiedlichen

Ecken des Globus kommen, dass man vom Blues ohne Grenzen sprechen kann, so

abgekaut das auch tönt. Oder von fast drei Generationen, was das Alter der Akteure

betrifft. Sogar die Stile der Drei hauen nicht in dieselbe Kerbe.

Oha, da geht ja nix zusammen, könnte man meinen. Ob das gut geht?

Na klar, es ist alles schon getestet. Die neuen Drei wurden bereits auf einem der

großen Bluesfestivals des letzten Sommers mit einer Session präsentiert. Die Leute

waren von den Socken in Gaildorf, die Presse auch und die begeisterten Fans

stellten Bootlegvideos vom gemeinsamen Auftritt von Meena, Shakura S´Aida &

Coco Montoya gleich reihenweise ins Web. Es war ihr erster gemeinsamer Auftritt,

Patzer hier und da, aber das Zeug wurde im Web getapet wie Honigkuchen.

 Meena

 

Meena. Die junge Frau hängt sich rein in die Überlebensgeschichten des Bluesrock,

in ihr hausen die alten Sünden der Bluessängerinnen, die den Rock&Roll

miterfunden haben. Koko Taylor etwa oder Etta James, die Königsbienen dieser

Zunft. Und natürlich auch die Kinder, allen voran Janis Joplin. Meena heißt eigentlich

Martina und ist aus einem Nest in Oberösterreich geschlüpft. Hat ihren

Lieblingsgitarristen gefunden, ist mit ihm nach Wien gezogen, wo RUF das junge

Mädel aufgestöbert hat und von nun an mit ihr plant und an ihrer Karriere bastelt.

Inzwischen war Meena im Auftrag von RUF in Memphis, um mit Produzentenlegende

Jim Gaines und den Studiomusikern aus Luther Allison Tagen ihr erstes international

erscheinendes Album einzuspielen.

Shakura S´Aida 
 

Shakura S´Aida. Die Sängerin trägt die Hauptfigur einer der famosesten Opern von

Verdi in ihrem Namen, ihre Wurzeln aber liegen im tiefen Süden, im Soul. Die in den

USA geborene Entertainerin - live ist sie so richtig in ihrem Element - verschlug es

bis nach Europa, in die Schweiz, sie lebt inzwischen in Kanada und feierte ihren

jüngsten Erfolg da, wo die Wurzeln ihrer Musik liegen: In Memphis landete sie beim

International Blues Challenge 2008, einem angesagten Wettbewerb, weit vorne auf

dem zweiten Platz. Zu den Vorbildern der Afroamerikanerin zählt neben Tina Turner

auch Etta James - in Gaildorf sang Shakura mit Meena im Duett Ettas „I´d Rather Go

Blind" -; sie stand mit Ruth Brown auf der Bühne und nahm Songs der Blueslegende

Memphis Minnie in ihr Repertoire auf. Ihr erstes Album für RUF wird in Kürze

veröffentlicht.

 Coco Montoya

 

Coco Montoya. Den Gitarristen und Sänger aus Santa Monica muss man nicht mehr

vorstellen. Denn schließlich ist Coco durch John Mayall zum Bluesbreaker geadelt

worden, wo er sich ein paar Jahre lang berühmt gewordene Gitarrenduelle mit Walter

Trout geliefert hat. Mit einem schneidenden Sound, den der Linkshänder einst bei

Albert Collins lernte, machte er sich in kurzer Zeit einen Namen und landete nach

seiner Zeit bei Mayall nicht im Nirgendwo, sondern verdientermaßen bei Chicagos

großem Label Alligator, wo er mehrere Alben einspielte. Inzwischen ist Montoya bei

RUF unter Vertrag, arbeitet noch an ein paar heißen Tracks unter der Regie von Keb

Mo als Produzent und weiß auch schon, wie das neue Werk heißt: „I Want It All

Back". Auf den Sound seiner Gitarren, die Montoya auch mit dem Slide so

unverschämt gefühlvoll bearbeitet, freuen sich nicht nur seine beiden Kolleginnen,

wenn er den Blues Caravan steuert.

 
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